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Süchtiges Verhalten fällt nicht vom Himmel.
Wenn die natürliche Sehnsucht nach Verständnis, Lob und Anerkennung ausbleibt, wenn niemand einem etwas zutraut, niemand sagt "das hast du gut gemacht" oder "komm, zusammen schaffen wir das schon", dann bleibt für viele Kinder und Jugendliche nur der Trost in "Ersatzdrogen". Das kann Alkohol sein, der einen cool zu machen scheint, der vergessen lässt. Das können aber auch neue Medien sein, die mit "ihrer" Welt die wahren Probleme verdrängen. Oder aber auch der Griff nach Süßigkeiten. Oder Kauflust.
Wer keine anderen Wege kennt, seinen Frust abzubauen, der kann schnell von diesen Ersatzmitteln abhängig werden. Das heißt, er muss ständig diese Dinge haben. Wenn man irgendwann nicht mehr selbst bestimmen kann, wann man mit dem Trinken, Fernsehen oder Essen aufhören will und immer mehr davon braucht, ist man süchtig.
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Stell dir vor, für 200.000 Jugendliche in Deutschland ist der Griff zur Flasche eine Gewohnheit, von der sie nicht mehr loskommen. Weil sie zum Beispiel Angst vor den verschiedenen Reaktionen von Eltern, Lehrern oder Freunden haben. Sie fühlen sich unverstanden, überfordert oder haben Probleme, vor denen sie weglaufen wollen.
Alkohol benebelt, und für die kurze Zeit des Rausches sieht alles gar nicht mehr so schlimm aus. Doch Alkohol ist eine Falle, weil er nach und nach anfängt, den Menschen zu kontrollieren. Die Gedanken kreisen nur noch um den nächsten Schluck, und je öfter man ihn braucht, desto größer werden die Probleme.
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