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Sommer 2002 in Italien

Hallo erstmal. Ich bin der Mirko, und ich werde euch nun von der Blaukreuz-Jugendfreizeit in Italien erzählen. Es war einmal ein verregneter 9. August, an dem eine Gruppe Jugendlicher mit einer Handvoll Betreuer sich auf den Weg nach Italien machte. Die Fahrt dorthin war lang und teilweise sehr chaotisch. Am 10. August kamen wir gegen Abend endlich in unserer Unterkunft in Marina di Massa an. Nach der Zimmerverteilung in unserer nicht gerade luxuriösen "Casa Rosa" erkundeten wir die Umgebung. Hier würden wir jetzt zwei Wochen verbringen! Viele neue Leute und ein abwechslungsreiches Programm machten den Gedanken sehr spannend.

Stadtbesichtigungen und Strandparty standen ebenso auf dem Plan wie thematische Abende. Diese hörten sich im ersten Moment nur trocken an, und nicht immer hatten alle Lust darauf. Trotzdem blieb davon auch bei mir etwas hängen, z.B. die Nebenwirkungen von Alkohol und Drogen und ihr Einfluss auf Körper, Geist und Seele.

Neben Pisa und Luca besichtigten wir Florenz. Dort gefiel es mir trotz der relativ hohen Preise am besten. Wir durften, wie bei jeder Stadtbesichtigung, in kleinen Gruppen die Stadt selber erkunden. Als erstes genehmigten wir uns eine leckere Pizza und schlenderten dann Richtung Florenzer Dom, der sehr faszinierend war. Danach zogen wir durch die eng geschlungenen Gassen der Provinzhauptstadt und bewunderten die alten Gebäude und modernen Geschäfte.

Nach solchen anstrengenden Besichtigungstagen mussten natürlich Pausen am Strand eingelegt werden. Achtung! Sonnenbrandgefahr! Trotz des extrem salzigen Wassers waren die Laune und das Wetter spitze. Tauchen, Ball spielen und gegenseitiges Nassspritzen rundeten diese Strandtage bestens ab.

Auch die Bergsteiger kamen auf ihre Kosten. Im Rahmen einer freiwilligen Tour machte sich eine kleine Gruppe von fünf Personen auf den Weg, ein paar sehr hohe Berge zu erklimmen. Respekt! Dafür war ich dann doch etwas zu faul.

Neben all dem Spaß gab es auch nachdenkliche Momente. Im Gottesdienst staunte ich über eine wahre Geschichte und mir wurde klar: "So viele Zufälle kann es doch gar nicht geben!" Über Gott wurde in meiner Familie nie gesprochen. Aber ich selbst habe trotzdem immer daran gedacht. "Da muss doch noch mehr sein." Dies ist mir im Blauen Kreuz immer wieder passiert und daher bin ich dabei geblieben. Das heißt heute für mich: Ich vertraue Gott. Er ist für mich da.

Gegen Ende der Freizeit gab es die "Mrs. und Mr. Casa Rosa" Wahl. Das aufwendig gestaltete Casting bestanden alle Teilnehmer erfolgreich. Doch letztendlich konnte nur einer gewinnen. Bei aller Bescheidenheit, das war natürlich ich! Dabei ging es nicht um Aussehen sondern um Kreativität, Ausdauer und Witz.

Nun stand nur noch ein besonderer Tag auf dem Programm: der Bunte Abend, die Unterhaltungsshow von Jugendlichen für Jugendliche. Wir gestalteten den Abend aktiv mit, und jeder konnte seine Talente einbringen. Wir haben gesungen, gelacht und gefeiert. Anschließend schliefen wir die letzte Nacht in unseren bundeswehrähnlichen Betten. Wie werde ich sie doch vermissen! Am nächsten Morgen war alles vorbei. Packen, Putzen, Abfahrt. Die Verabschiedung fiel mir nicht leicht, da ich einige Teilnehmer schon in mein Herz geschlossen hatte. Ich hoffe sie bald wiederzusehen.

Ich war am 24. August um etwa 1.30 Uhr zu Hause und fiel vor Erschöpfung ins Bett und schlief sofort ein. Und wenn ich nicht wieder aufgewacht wäre, dann hätte ich das hier nicht geschrieben! Vielen Dank und auf Wiedersehen!

Mirko Mikolai, Freizeitteilnehmer

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